Plakatshooting – Heimliche Ängste

Plakatshooting für das Theater im Keller

„Heimliche Ängste“

Plakat-Shooting für das Theaterstück „Heimliche Ängste“… mit der Grundidee „Augen, die hinter Jalousien hervorblicken“.

Da die Grundfarbe Blau dominieren sollte, hatte ich auch sofort ein Model … Achtung: Wortwitz … im Auge: Katrin, von der es weiter unten schon das Bild „Hairy Business“ zu sehen gibt.

Klar war, dass eine solche Szene mit spannendem Licht steht und fällt. Es gab kurz die Überlegung vielleicht zu einem Kollegen ins Studio zu gehen, um aus dem Vollen schöpfen zu können, aber letztendlich hätte es den Produktionsaufwand nur verkompliziert. So soll dieses Bild auch als Beispiel dienen, wie man mit einfachen Mitteln zu seinem Ergebnis kommt.

Wenn vorhanden gewesen, hätte ich das Model vermutlich von hinten mit einem Studioblitz mit großer Softbox angeblitzt. Im vorliegenden Fall wurde jedoch einfach mit einem Baustrahler, der für den raschen Notfalleinsatz immer bei mir rumsteht, „draufgehalten“.
Von schräg vorne wurde leicht geblitzt um für eine Grundausleuchtung zu sorgen, und den finalen Touch gab eine fokussierbare Stabtaschenlampe, die als Lichtspot diente.

In der Nachbearbeitung wurden die Kontraste im Allgemeinen und die Augenpartie im Speziellen herausgearbeitet und im Weißabgleich die Farbtemperatur leicht ins rötliche verschoben.

Unten noch ein Foto vom Grundaufbau und eine zweite Variante des Bildes – wie man erkennt, sind die Möglichkeiten mannigfaltig. Nicht nur die Veränderung des Spotlichts bringt das Gesicht mehr oder weniger zum Vorschein, auch mit der Lamellenstellung kann man sich im Feintuning spielen.

Für die Techniker:

  • 100mm (auf APS-C)
  • ISO 400
  • F/5,6
  • 1/80
Plakatshooting Heimliche Ängste

Variante 2 – Gesicht mehr herausgeleuchtet und leicht erschrockene Mimik

erster Testaufbau (noch ohne Originaljalousie)

erster Testaufbau (noch ohne Originaljalousie)

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Mit Frida Mut im Garten

Frida Mut im Garten

Aufregung im Clownland!

Su Albrecht, die an ihrem ersten Soloprogramm mit „Frida Mut“ werkt, benötigte Fotos … und das ganze relativ rasch und kurzfristig. Aber nichts Unmögliches … also Akkus geladen, Kamera und Stativ gepackt und ab in den Niesenberger Garten (Frida gärtnert nämlich seit kurzem unglaublich gern).

Das einzige kleine Problem war, dass Clowns immer sehr viel zu tun und sehr wenig Zeit haben. So ergab sich ein Termin um 12 Uhr Mittags. High Noon! Eine Zeit, die der Fotograf gar nicht so gern hat, vor allem, wenn keine Wolke am Himmel ist. Eine hochstehende, pralle Sonne und hartes Licht können einem schon zu schaffen machen.
Also vorsichtshalber Blitz und kleine Softbox eingepackt, die sich als recht nützlich erwießen, um ein wenig Licht in die harten Schattenbereiche zu bringen.

Alles in allem ein spaßiges, relativ spontanes Shooting – und damit die ersten offiziellen Fotos von Frida Mut.

Für die Techniker:

  • 28mm (auf APS-C)
  • ISO 100
  • F/5
  • 1/250
  • Aufhellblitz
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Fliege in Ocker

The_Fly-01Fliegen … immer wieder Fliegen! Ich weiß auch nicht warum.

Oder vielleicht doch.

Weil Fliegen bei näherer Betrachtung coole Augen haben … und ziemlich coole Körper, mit borstigen Haaren (die manche mehr oder weniger eklig finden mögen), die sich stromlinienförmig nach hinten ziehen.
Kleine Kraftpakete auf 6 Beinen, außerdem etwas kamerascheu und deshalb nur schwer zu erlegen… das macht vielleicht auch noch seinen Reiz aus.

Hier hatten sich einige Exemplare auf einer ockergelb gestrichenen Zaunlatte zum Sonnen hingesetzt und waren relativ relaxed.
Für mich war es gleichzeitg der erste Praxistest für mein neues Tamron 90mm-Makro. Ungern habe ich mich von der alten Version getrennt – diese war handlich und kompakt, sehr leicht und für ihre Abbildungsleistung bekannt. Aber der schnellere Autofocus mit Ultraschallmotor und der Bildstabilisator haben mich doch bewogen, auf die neue Version zu wechseln.

Obgleich beim vorliegenden Foto der Autofocus nicht wirklich zielführend ist. Manuelles Einstellen des Fokusringes auf den gewünschten Abbildungsmaßstab ist angesagt, um dann durch leichtes Vor- und Zurückbewegen des Kopfes zu Fokusieren. Da kommen einen dann die Facettenaugen und die feinen Rückenhärchen der Fliege zum Vorteil, um zu erkennen, ob die Schärfe sitzt. Ein paar Bilder im Serienbildmodus haben trotzdem nicht geschadet … und: Fliege erlegt!

Für die Techniker:

  • 90mm (auf APS-C)
  • ISO 200
  • F/4
  • 1/160
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Hairy Business

hairy_businessWie gesagt, der „Mensch“ soll 2014 ein wenig mehr von mir fotografisch betrachtet werden.
Also: unterwegs mit Katrin und gleichzeitig die zweite Testreihe mit dem New Petzval.

Irgendwann sind wir draufgekommen, dass sie ja recht viele und lange Haare hat – und dass man mit denen ja etwas anstellen kann. Also: hochgehoben und fallen gelassen. Kamera auf Serienbildmodus und das vorliegende Bild aus drei Aufnahmen montiert.

Und: die Augen sind wirklich so strahlend, da wurde wenig an den Reglern gedreht, obgleich bei der Bearbeitung, die Kontraste natürlich stark angezogen und die Details herausgeschärft wurden.

Besonders gefällt mir an der Aufnahme, dass irgendwie der Eindruck entsteht, sie wäre gerade aufgestanden. Ihr Schal verwandelt sich in einen Morgenmantel, und man hat das Gefühl, sie ist jetzt bereit für den ersten Kaffee des Tages.

Unten noch eine im Prinzip unbearbeitete Aufnahme mit Hintergrund (der sich am APS-C-Sensor leider zu wenig „dreht“, was ja eigentlich den Petzval-Reiz ausmacht). Aber die Unschärfe ist auf jedenfall sehr angenehm, und ab Blende 4 (wie bei beiden Aufnahmen) wird die Schärfeebene schön knackig.
Bei Offenblende wird das Objektiv richtig weich und wirkliche Schärfe gibt es eigentlich nicht mehr (macht aber eine schön verträumte Stimmung).

Für die Techniker:

  • 85mm (auf APS-C)
  • ISO 200
  • F/4
  • 1/200

Katrin_Kunsthaus

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Murpromenade bei Nacht

murpromenade_nacht-01

Diesen Abgang zur Mur bei einem nächtlichen Spaziergang entdeckt.
Natürlich kein Kamera-Equipment dabei gehabt.
Also am nächsten Abend wiedergekommen, mich positioniert und gewartet.
Und gewartet.

Das ganze passt zu meiner Serie „People in motion“ für die immer wieder mal ein Bild entsteht. Meist an Unterführungen oder an Brücken. Immer in Schwarzweiß.

Am liebsten wäre mir ein Pärchen gewesen, das mir entgegenkommt, und welches  ich im unteren Schattenbereich als Silhouette einfangen hätte können.
Kam aber leider keines.
Ein paar Radfahrer.
Ein paar Jogger.

Das vorliegende Foto war dann das Stimmigste für mich. Die silhouettenhafte Figur mit dem Bein in der Luft, welches den Gang erahnen lässt. Schemenhaft aber doch abgegrenzt vom Hintergrund, und dazu der langgezogene Schatten, der über den Gehweg fällt.

Nicht am Bild zu sehen: der etwas angetrunkene Herr, der sich 2x in die Komposition stellte, um sich zu erleichtern. Das erste mal zumindest noch unten hinterm Busch… das zweite mal…

Für die Techniker:

  • 42mm (auf APS-C)
  • ISO 1600
  • F/3.5
  • 1/8

 

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Unterwegs mit Clown

Allee_01_SW
2014 soll auch der Mensch mehr im Blickfeld meiner Fotobetrachtungen stehen.
Und Clowns sind doch auch nur Menschen. Wie Du und ich.
Nur ein bisschen anders.
Mit ihrer fast kindlichen Neugier mehr im Hier und Jetzt, immer bereit die Welt aufs neue zu entdecken.
Und ein bisschen mehr mit dem alltäglichen Scheitern arrangiert.
Und deshalb vielleicht, nein, sicher sogar, ein wenig glücklicher als andere Menschen.
Als Du und ich…

Passenderweise (zum Thema „Mensch“, nicht zum Thema „Scheitern“, obwohl…) ereilte mich Anfang März ein Paket, in dem sich das „New Petzval“ befand, die Neuauflage der klassischen Portraitlinse von Josef Maximilian Petzval, die 1840 konstruiert worden war. Abgesehen davon, dass sie die erste ihrer Art und ein Meilenstein der Fotogeschichte war, wurde sie für ihren kreisförmigen Schärfeabfall an den Randbereichen bekannt/berüchtigt/berühmt…

Also Frida Mut geschnappt, die sich mit ihrem Köfferchen voll Apfelstrudel aufmachte.
Aufmachte, in Graz den Bus nach Italien zu finden.
Der fand sich nur leider nicht.
Dafür ein paar irritierte Mitmenschen.
Und interessante Begegnungen.
Und ein clownesker Stadtrundgang.
Und ein paar tolle Fotos.

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Frühlingsbote

Steinfliege_Rosenblatt-1200

Der Frühling lud in den Garten.
Wir haben Vögel gejagt. Mit 500mm (1x Beroflex-Wundertüte, 1x Pentacon-Schwermetall) – mit Kanonen auf Spatzen schießen, sozusagen. Aber muss man wohl auch, bei der Fluchtdistanz. Die Ausbeute hielt sich in Grenzen, und Bienen am blühenden Kirschbaum waren die nächsten Opfer. Schon besser.

Und dann schwirrte plötzlich etwas an meinem Ohr vorbei. Etwas Großes. Und ließ sich gleich darauf auf dem Ast neben mir nieder.
Ein wenig diskutiert, zum Schluss gekommen, dass es sich um eine Steinfliege handeln müsse. Diese war sehr entspannt, aber saß genau so, dass mit Licht nicht viel los war. Ein paar „Beweisfotos“ entstanden (eines davon am Ende des Beitrages). Leider nichts Optimales.
Also lieber den Kaffee fertig getrunken.

Später.
Ich packe zusammen, nehme den gestreiften Sitzpolster und werfe ihn gekonnt in die Gartenhütte. Im Moment des Abflugs, ein leiser Fluch, der sich auf meine Lippen legt… auf der Unterseite saß die Steinfliege. Die retrodekorativen grün-gelben Streifen des Polsters müssen es ihr wohl angetan haben.

Aber das Tierchen war wirklich entspannt. Saß nach der Landung des Polsters noch immer auf seinem Platz. Also zurück hinaus in den Garten damit und ein angemessenes Plätzchen mit schönem Licht gesucht. Rosenblätter gefunden. Das Tierchen hinaufbugsiert.
Jetzt musste es schnell gehen. Die weggepackte Kamera wieder heraus, kurz die Einstellungen gecheckt und Feuer frei. Serienbildmodus. Schärfentiefe gibt´s in dem Bereich nicht viel, und die Belichtungszeit war auch hart am Limit. Und dem Tierchen hat es dann doch gereicht – nach 5-6 Aufnahmen war es wieder abgeschwirrt.
Aber ein ordentliches Bild war im Kasten – sogar mit heroischem Blick.
Ich war zufrieden.

Für die Techniker:

  • 90mm (auf APS-C)
  • ISO 400
  • F/6.3
  • 1/80

Steinfliege_Ast-02

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The world stands still and my thoughts are leaking out

leaking_out-SW

Unterwegs mit B.
In nachdenklicher Stimmung. Und dabei diese Parkbank gefunden.
Überlegt, wie ich das ganze angehen soll. Idee quer über die Parkbank zu fotografieren, um die ganze Dimension des Textes zu erfassen und dem Bild Tiefenwirkung zu geben. Leider spielte das (durchaus interessante Streif-)Licht nicht mit und der Text verschwand praktisch aus dem Bild.

„Gerade von oben“, meinte B., „so dass Du die Armlehne mit drauf hast, um das ganze als Bank zu identifizieren“.
Keine blöde Idee, aber es war nicht das Foto das ich wollte. War nicht die Perspektive die ich wollte (obwohl ich öfter mal gerne der „Frontalfotografierer“ bin).
3x um die Bank herumgeschlichen.
Zigarettenpause für B. Er hat da immer die stoische Ruhe.
Auf die Nachbarbank gesetzt.
Beim vierten mal Herumschleichen dann die Idee.
Das ganze kann für mich nur funktionieren, wenn die Person mit am Bild ist. Natürlich war der Autor nicht mehr da, und zudem ging es ja nur zweitrangig um die Person; die Inschrift sollte in Szene gesetzt und am besten in einen weiteren Kontext versetzt werden.

Und so kam es, dass die eigenen Beine in B.s ursprüngliche Bildidee wanderten. Weitwinkel montiert, zwei, drei Ausschnitte probiert, und das ist daraus geworden. In Schwarzweiß gefälliger als in Farbe, obwohl es dort auch nicht sehr bunt ist.

Aber so erzählt es eine Geschichte. Finde ich halt.
Eure Geschichten dazu gerne in die Kommentare.

Für die Techniker:

  • 12mm (auf APS-C)
  • ISO 200
  • F/4
  • 1/200

 

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Ohne Blog ist alles nichts… oder?

Wir schreiben das Jahr 2014.
Jeder betreibt einen Blog.
So scheint es zumindest.
Nur ich nicht.
Aber jetzt.

Werde euch hier künftig in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Bilder von mir präsentieren und auch ein wenig vom Hintergrund dazu erzählen.

Have fun!

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